
🌿 Zwischen Angst und Mitgefühl – ein stiller Weg zurück in unsere Mitte
Eigentlich wäre jetzt wieder Zeit für einen Hilarion-Wake-up-Call gewesen. Doch das Leben folgt nicht immer unseren Plänen. Durch eine schwere Erkrankung in meiner Familie fehlt mir im Moment die innere Ruhe und Kraft, um eine solche Session verantwortungsvoll zu halten.
Stattdessen möchte ich heute ein paar Gedanken mit euch teilen.
Viele Menschen spüren gerade, dass unsere Zeit von starken Spannungen geprägt ist. Nachrichten, politische Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und globale Krisen erzeugen eine Atmosphäre, in der Angst, Wut und Sorge leicht die Oberhand gewinnen können. Regierungen treffen Entscheidungen, Medien berichten im Sekundentakt über neue Entwicklungen, und die Informationsflut wirkt manchmal wie ein permanenter Strom, der unsere Aufmerksamkeit festhält.
Der Medientheoretiker Marshall McLuhan schrieb bereits in den 1960er Jahren, dass die eigentlichen Schlachtfelder der modernen Welt nicht nur geografische Orte sind, sondern die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit der Menschen. Auch der Tiefenpsychologe Carl Gustav Jung wies darauf hin, dass große gesellschaftliche Konflikte immer auch mit den inneren Konflikten der Menschen verbunden sind.
Das bedeutet nicht, dass irgendwo geheime Mächte alles lenken. Wir sind die Schöpferinnen und Schöpfer unserer Welt. Doch es erinnert uns daran, wie wichtig es ist, unser Bewusstsein wach zu halten und uns nicht ausschließlich von Angst oder Empörung bestimmen zu lassen.
Denn die eigentliche Frage lautet:
Wo bleibt in all dem unsere innere Mitte?
Viele spirituelle Traditionen geben darauf eine ähnliche Antwort.
Im Christentum spricht man davon, den „Frieden Gottes im Herzen“ zu bewahren. Jeshua sagt im Johannesevangelium: „Der Friede sei mit euch.“ Dieser Friede ist kein politischer Zustand, sondern eine innere Haltung – eine Rückverbindung zum göttlichen Ursprung.
Auch der Buddhismus beschreibt einen ähnlichen Weg. Dort geht es darum, die eigenen Gedanken und Emotionen wahrzunehmen, ohne von ihnen beherrscht zu werden. Achtsamkeit bedeutet nicht, die Welt zu ignorieren, sondern ihr mit Klarheit und Mitgefühl zu begegnen.
Vielleicht liegt genau darin eine wichtige Aufgabe unserer Zeit: uns wieder daran zu erinnern, wer wir im Kern sind.
Nicht nur Wesen, die auf äußere Ereignisse reagieren müssen – sondern Menschen, die einen göttlichen Funken in sich tragen. Aus dieser Verbindung entstehen Kraft, Klarheit und Mitgefühl.
In den vergangenen Jahren haben viele von uns viel gelernt. Wir haben gelernt, unsere Resonanzen wahrzunehmen und zu klären. Wir haben gelernt, dass es in uns einen inneren Raum gibt – die goldene Kugel in der Mitte unseres Herzens –, in der Ruhe, Frieden und Gelassenheit immer vorhanden sind.
Durch die Lehren, die uns in dieser Zeit begleitet haben – auch durch Hilarion – wurden wir immer wieder daran erinnert, dass wir mehr sind als Beobachter dieser Welt.
Wir sind göttliche Funken in Aktion.
Und vielleicht ist jetzt tatsächlich die Zeit gekommen, diesen Funken bewusst zu leben.




